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In den
50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begann mit dem Siegeszug des Traktors der
Niedergang der Pferde in der Landwirtschaft. Vor dem
Hintergrund preiswerter Energie, unbegrenzter Rohstoffe und wachsender Nachfrage nach
Arbeitskräften in der Industrie setzte ein noch nie da gewesener Strukturwandel in der
europäischen Landwirtschaft ein, dem Millionen Zugtiere und in der Folge Hunderttausende
bäuerliche Betriebe zum Opfer fielen und nach wie vor fallen. Über 50 Jahre gab es
praktisch keine nennenswerten Weiter- oder Neuentwicklungen von Arbeitsgeräten für den
Pferdezug mehr, da der Einsatz von Arbeitspferden als veraltet und rückständig angesehen
wurde und für die Agrarindustrie Investitionen in diesem Bereich als nicht profitabel
angesehen wurden. Diejenigen Unverbesserlichen, die weiterhin oder in der
Folgezeit wieder auf diese umweltfreundliche Zugkraft setzten, waren so gezwungen, mit
völlig veraltetem Gerät zu wirtschaften und bestätigten somit unfreiwillig das
klischeehafte Vorurteil einer rückständigen Technologie aus längst vergangenen Tagen.
Erst in jüngster Zeit gibt es wieder Ansätze, Pferdearbeit in einen zeitgemäßen,
modernen Zusammenhang zu stellen. Inspiriert vom Geschehen in den USA machen sich auch in
Europa vermehrt Anwender und Hersteller Gedanken über neue leistungsfähige und
tierfreundliche Geräte und Maschinen. Die bisherigen Ergebnisse können sich durchaus
sehen lassen und vermitteln eine Ahnung von dem, was noch in der modernen Nutzung der
Pferdekraft steckt.
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